SPD-Ortsverein Hüttlingen

Herzlich Willkommen auf der offiziellen Homepage des SPD-Ortsvereins Hüttlingen. Die Sozialdemokraten am Kocher-Knie möchten aktiv die Demokratie fördern.

Landtagswahl 2011:
Hüttlingen: Wahlbeteiligung überragende 69,1% !!!
2006 waren es noch 52,5%. Die SPD lag mit 24,6 % über dem Landesdurchschnitt.

 
 

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Lieber auf eiskalten Gleisen als im biederen Ortsverein
von Sibylle Krause-Burger
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 28.12.2010

Die junge Frau, blond, blauäugig, ihre spitze Nase himmelwärts erhoben, saß bei Anne Will im Männerrund und strahlte nichts als Selbstgewissheit aus. Nur sie war vorbildlich, wirklich demokratisch und ob der Unzulänglichkeit der anderen herrlich empört: eine Wutbürgerin nach modernem Gardemaß, eine Streiterin aus dem Lager der Atomkraftgegner und just zurückgekehrt von einer Großdemo im Wendland. Allein in solchen Aktionen, bekannte sie, fühlt sie sich zu Hause. Niemals würde sie einer Partei beitreten. Auf den Gleisen aber, welche die Castoren tragen, da kann sie die Welt vorm Untergang erretten.

So ausschließlich denken viele. Deshalb ist der Begriff des Wutbürgers mit Fug, Recht und Hintersinn zum Unwort des Jahres erhoben worden. Und die Parteienverdrossenheit, die ihn trägt, erweist sich 2010 als das politische Grundgefühl. Immer vorausgesetzt, dass man die einzelnen Erscheinungen im Emsland, in Stuttgart oder sonst wo mitsamt dem medialen Echo für die ganze Wahrheit nehmen will. Doch selbst wer sich davor scheut und an eine schweigende Mehrheit denkt, kann nicht übersehen, dass sich die Bürger von den Großorganisationen abwenden. Vor allem die Parteien sind die Bösen. Ihre Politik ist schlecht, der einzelne Mensch hingegen verdammt gut, also verschreibt er sich dem Protest.

Warum aber belebt dieser politisch Edelwütige nur die Straße, warum belebt er nicht auch die Parteien? Warum sieht er nicht, dass er dort unter Umständen sogar mehr bewegen könnte? Warum gilt in manchen Wutzirkeln Parteiarbeit als eine Art Sündenfall, so dass man lieber im verschneiten Park oder auf eisigen Schienen als in einer Versammlung des SPD-Ortsvereins von Buxtehude sitzt? Vorweg liegt es daran, dass die Politiker, die für diese Organisationen handeln und nach außen auftreten, Menschen sind wie andere auch. Das will man ihnen nicht verzeihen. Wenn wir Bürger schon sind wie wir sind, so haben unsere politischen Vertreter doch ohne Fehl und Tadel zu sein. Sie sollen allen und jedem gerecht werden und die unendlich komplizierten Probleme der modernen Welt sofort lösen. Die Wirklichkeit sieht bekanntlich um ein Quäntchen anders aus, weshalb sich der gute Mensch aus Deutschland naserümpfend abwendet und auf die Demo geht.

Dort mag es dann regnen, eiseskalt oder wüstenheiß sein, aber man leidet ja im Kreis von Gesinnungsgenossen und setzt sich für eine bessere Welt ein. Das fühlt sich auf alle Fälle wunderbar an, und endlich ist auch mal was los. Anschließend kuschelt man sich zu Hause in die Sofaecke oder hockt in warmen Kneipen beim Bier. In den Parteien jedoch, sofern man aktiv sein und Einfluss gewinnen will, gibt es zwar ebenfalls ausreichend Gelegenheiten zum Biertrinken. Zudem wird jedoch erwartet, dass ein Mitglied mehr Zeit als nur hin und wieder einen halben Spätnachmittag opfert. Es sind da auch nicht alle einer Meinung. Vielmehr muss sich der Parteimensch mit anderen auseinandersetzen und um sehr präzise Lösungen für außerordentlich schwierige Aufgaben ringen. Parteiarbeit ist anstrengend, nervenaufreibend und selten amüsant. Parteiarbeit bedeutet sitzen und noch mal sitzen, reden und noch mal reden und vor allem: zuhören und immer wieder zuhören - auch bei den dümmsten Reden eines Genossen.

Am Ende solcher Prozesse steht vielleicht ein Kompromiss oder auch eine Niederlage. Im besten Falle, so gewollt, kann der Lohn ein Mandat, das Mitgestalten an einem wichtigen Gesetz, vielleicht sogar ein hohes Amt sein, darin der Mensch nicht nur ein Verhinderer ist, wie der Protestierer, sondern ein verantwortlich Handelnder. Der Demonstrant in einer funktionierenden Demokratie wird für nichts verantwortlich gemacht. Er ist vielleicht Teil eines schrillen Geräuschs, eines eindrucksvollen Signals, eines massiven und durchaus notwendigen Fingerzeigs. Doch er kann nicht abgewählt werden, und er muss auch nicht zurücktreten wie ein Minister. Er muss gar nichts, er ist einer, der einfach nur darf.

Dass er darf, ist zwar ein integraler Bestandteil der Demokratie. Aber dieses Recht zu dürfen reicht nicht aus, um die Entscheidungsprozesse zu organisieren. Dazu braucht man eben doch die viel geschmähten Parteien. Sie allein können in einem so großen Gemeinwesen wie der Bundesrepublik Wahlen vorbereiten, Programme schmieden, Kandidaten aufstellen und Führungspersonal zur Auswahl heranziehen. Im Gegensatz zu den zurzeit so hochgehaltenen Massenveranstaltungen oder auch den plebiszitären Modellen, haben sie auch die Instrumente, sich gegen unliebsame Einflüsse und falsche Freunde abzugrenzen. Solange sie zum Grundgesetz und zum Parteiengesetz stehen, sind sie Filter gegen Krawallmacher und gefährliche Volksverführer.

Ohne die Parteien geht es nicht. Und wer sie besser haben will als sie sind, der muss allen Mut zusammennehmen und alle Wut in die richtige Richtung lenken, der muss Mitglied werden und mitarbeiten - der muss hinein!

Veröffentlicht am 07.01.2011

 

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